Kai Schumacher als Kreisvorsitzender bestätigt
Diemelstadt-Rhoden. Die Finanzlage der Kommunen und die Frage, wie notwendige Investitionen dennoch möglich bleiben, standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freien Wähler Waldeck-Frankenberg am 24. Oktober im Schloss Rhoden. Kreisvorsitzender Kai Schumacher begrüßte die zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt- und Ortsverbände sowie Bürgermeister Andreas Fritz und Landrat Jürgen van der Horst. Fritz und van der Horst erläuterten die finanziellen Herausforderungen aus Sicht der Stadt Diemelstadt und des Landkreises. Dabei ging es insbesondere darum, trotz begrenzter Mittel Spielräume für Investitionen zu erhalten. Der Landrat berichtete zudem über den Kreishaushalt 2027 und anstehende Strukturveränderungen. „Wer bestellt, muss auch bezahlen. Dieser Grundsatz wird von Bund und Land gegenüber den Kommunen nicht konsequent eingelöst. Wer Aufgaben vorgibt oder Standards erhöht, muss auch für deren Finanzierung sorgen. Unsere Städte, Gemeinden und der Landkreis dürfen nicht auf den Kosten sitzen bleiben und dafür notwendige Investitionen zurückstellen müssen“, so Kreisvorsitzender Kai Schumacher.
Schumacher blickte auf die Aktivitäten der Kreisvereinigung und den Kommunalwahlkampf zurück und kündigte an, den Austausch mit Ortsverbänden, Unternehmen und Einrichtungen fortzusetzen. Fraktionsvorsitzender Uwe Steuber berichtete über die konstruktive Zusammenarbeit in der Kreistagskoalition und die eingebrachten Ideen der Freien Wähler wie den Förderlotsen. Er ermunterte die Stadt- und Ortsverbände, weiterhin Anliegen und Vorschläge einzubringen. Bei den Vorstandswahlen wurde Kai Schumacher einstimmig als Kreisvorsitzender bestätigt. Auch die weiteren Vorstandswahlen erfolgten einstimmig. Zuvor hatte die Versammlung den Vorstand entlastet. Ein besonderer Dank galt den ausgeschiedenen Kreistagsmitgliedern Heinfried Horsel, Friedrich Wilke, Nadine Horsel, Dieter Büchsenschütz, Klaus Gier und Horst-Werner Bremmer für ihr Engagement. Dem Stadtverband Diemelstadt dankte Schumacher für die Organisation der Versammlung.
Künstliche Intelligenz als Thema der anschließenden Bildungsveranstaltung
Im Anschluss fand eine eigenständige, vom Bildungswerk unterstützte Veranstaltung mit Prof. Dr. Mike Schwarz statt. Unter dem Titel „Künstliche Intelligenz in der Kommunalpolitik: Chancen nutzen, Risiken minimieren“ beleuchtete er die Möglichkeiten und Herausforderungen des KI-Einsatzes in der kommunalpolitischen Arbeit. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die Chancen der Technologie nutzen lassen, ohne ihre Risiken aus dem Blick zu verlieren. Der Vortrag bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine lebhafte Diskussion, in der die Teilnehmenden Fragen stellten und sich mit dem Referenten austauschten.


